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Fiskalisierung Kassensysteme

Fiskalisierung Kassensysteme
17. Februar 2015 Andrea Keller
Fiskalisierung Kassensysteme

Einige Länder in Europa schreiben für Kassensysteme eine Fiskalisierung vor. Diese hat das Ziel, die auf einem Kassensystem erzeugten Transaktionen lückenlos elektronisch zu archivieren und dieses Archiv vor Manipultionen zu schützen. Insbesondere soll gegen Schwarzgeld – unversteuerte Einnahmen – ein Riegel geschoben werden.

Die Fiskalisierung wird mit einem nichtflüchtigen Speicher realisiert, welche jeden Kassenbon speichert, so dass alle Transaktionen mit den entsprechenden Tools, die das Finanzamt besitzt, jederzeit ausgelesen werden können.

I. d. Rg. sind es die Finanzämter, welche die Fiskalisierung der Kassensysteme fordern, um Einsicht in den Geldfluss über das Kassensystem und damit über die Abrechnung der Umsatzsteuer zu erhalten und diese Daten vor Manipulationen sicher zu stellen.

Man schätzt, dass durch die Fiskalisierung in Europa jährlich zusätzlich aus ca. 2100 Mia €  Umsatz Steuereinnahmen generiert werden können. Alleine in Deutschland beträgt der Anteil der Schattenwirtschaft 13% oder 351 Mia €

 

Schattenwirtschaft bekämpfen mit Kassen-Fiskalisierung

Methoden der Fiskalisierung

Die meist verbreitete Methode ist die Erweiterung des Bondrucker durch einen nichtflüchtigen Speicher. Alle Belege, welche mit der Kasse produziert und ausgedruckt werden, landen automatisch auf der Speicherkarte. Diese ist plombiert und kann von der Fiskalbehörde vor Ort ausgelesen werden. Länder wie Italien, Polen oder Slovakei benutzen diese jeweils proprietäre Lösung.

Eine andere Lösung nutzen Länder wie Schweden oder Belgien: eine Blackbox wird an den Kassenrechner bzw. zwischen Kassenrechner und Kassendrucker angeschlossen und registriert sämtliche Belege. Diese Daten können wiederum mittels Terminals ausgelesen und kontrolliert werden.

Kroatien, Serbien und Bosnien Herzogowina nutzen Online-Fiskallösungen. Kroatien hat als erstes Euopäisches Land eine Internet-basierte Lösung eingeführt. Jeder Kassenbeleg muss online vom staatlichen Server erfasst und mit einer eindeutigen Kenn-Nummer versehen ausgedruckt werden. Im Falle eines Internetausfalls dürfen maximal 2 Tage alte Belege nachfiskalisiert werden, ansonsten drohen schwere Bussen. Diese Regelung hat in Kroatien zu einigen Problemen in den ländlichen Gebieten geführt. Nichts desto trotz führt 2017 auch die Slovakei diese Verfahren ein und löst das 2011 eingeführte Fiskaldrucker-System ab.

 

Fiskalisierung bedeutet Zusatzkosten

Die Black-Box, welche den nichtflüchtigen Speicher samt Auslese-Einheit beinhaltet, kosten je nach Technik und Anfoderungen – hier hat jedes europäische Land seinen eigenen proprietären Lösungsanspruch – versursacht Zusatzkosten von 500 bis 2’000 € pro Kassensystem.

Als Betreiber von Kassensystemen haben gegen diese Einsichtnahme grundsätzlich nichts einzuwenden, da die Geldflüsse auch für das Unternehmen selbst jederzeit transparent und nachvollziehbar sein müssen.

Allerdings lässt sich diese Anforderung mit jedem professionellen Kassensystem auch ohne Fiskalisierung realisieren.

Deshalb ist es nicht nachvollziehbar, dass der Aufwand für die Fiskalisierung vom Betreiber und nicht von den Ämtern getragen wird. Die Finanzämter unterstellen den Betreibern offenbar eine kriminelle Energie, weswegen sie der Auffassung sind, dass die “Schuldigen” auch die Zeche bezahlen müssen.

 

Welche Länder in Europa bereits Fiskalisierung haben

Zu den ersten Ländern mit Fiskalisierung gehören Italien und Polen. Mit der Wende 1989 sind in den neuen Oststaaten Fiskalgesetze eingeführt worden. Nach Beeindigung des Balkankkrieges haben diese Länder entschieden, ebenfalls eine Fiskalisierung einzuführen. Schweden und Belgien sind die letzten Zugänge in Europa, wobei Belgien nur im Gatronomie und Hotellerie-Sektor neue Fiskalgesetze eingeführt hat.

 

Fiskalisierung POS Kassensysteme in Europa, Quelle pos4business.net

 

In Deutschland wird die Diskussion über die Einführung fiskalisierter Kassensysteme bereits seit vielen Jahren geführt. Man schätzt, dass jeder dritte Euro in der Gastronomie nicht abgerechnet wird. Allerdings dürfte die Einbusse dieser Einkünfte einigen Betrieben das Aus bedeuten.

Das INSIKA-System (INtegrierte SIcherheitslösung für messwertverarbeitende KAssensysteme) sollte in Deutschland eine einfache und kostengünstige Fiskalisierung der bestehenden Kassensystemen erlauben. Seit 2012 wird auf den politischen Entscheid gewartet. Es nutzt die klassiche Markierung einer Transaktion mit einer digitalen Signatur, wie sie im Mailverkehr und bei der Archivierung von Dokumenten schon lange eingesetzt wird.

 

Fazit: big brother oder Steuergerechtigkeit

Jedes Retail-Unternehmen sollte heutzutage mit Bestandesführung arbeiten, um effizient und professionell arbeiten zu können, was sowohl die Geld- als auch die Warenflüsse anbelangt. Deshalb sind zuverlässige Transaktionsdaten auch für das eigene Unternehmen unabdingbar. Diese Daten liegen bereits auf dem Server im Transaktionspool, archiviert nach den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben. An dieser Stelle sei auch auf die 10 jährige allgemeine Aufbewahrungspflicht für Rechnungs- und Zahlungsbelege erinnert.

Deshalb ist der zusätzliche Aufwand durch die Ämter selbst zu tragen, so dass diese sich auch Gedanken machen, welchen Datenhunger sie denn letztendlich stillen möchten und zu welchem Preis. Diese Haltung vertreten die Einzelhändler und wollen nicht länger die Kosten selber tragen.

Die Finanzbehörden wissen, dass ca. 1/4 der Steuereinnahmen ohne Fiskalisierung verloren gehen. Diese 25% sind eine grosse Summe, Milliardenbeträge, die nicht in die Kassen der öffentlichen Hand fliessen, fehlen dort und können so zu höheren Steuersätzen führen. Die Steuergerechtigkeit kann hier ansetzen, indem dank der höheren Steuereinnahmen die Steuersätze selbst vermindert werden können. Es profitieren dann auch die “Guten”, welche auch ohne Fiskalisierung auskommen würden.

Teufen, AK

 

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Softwareanbieter für internationale fiskalisierte Lösungen

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Anbieter von Fiskaldrucker-Lösungen:

Fiscal solutions and cash registers – Custom S.p.A.

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